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Weinkühlschrank Ratgeber plus Infos und Tipps.

Kaufberatung: Weinkühlschrank, Weintemperierschrank, Weinlagerschrank

KaufberatungWein liegt im Trend der Zeit und die wachsende Zahl der Weinliebhaber möchte den eigenen Trinkgenuss natürlich maximieren. Dazu gehört auch die richtige Lagerung und entsprechend freuen sich auch Weinkühlschränke steigender Beliebtheit. Im folgendem möchten wir Ihnen einige wichtige Informationen und Denkanstöße an die Hand geben um das richtige Gerät aus der wachsenden Auswahl herauszufiltern.

  1. Begriffserklärung
  2. Temperaturzonen
  3. Belüftung & Luftfeuchtigkeit
  4. Vibrationen
  5. Licht
  6. Platzbedarf
  7. Optik & Design
  8. Energieverbrauch
  9. Lärmentwicklung
  10. Preis und laufende Kosten
  11. Fazit


Begriffserklärung: Weinkühlschrank, Weintemperierschrank, Weinlagerschrank, Weinklimaschrank

Die Begriffe Weinkühlschrank, Weintemperierschrank, Weinlagerschrank und Weinklimaschrank werden zumindest vom Laien oft relativ synonym verwendet. Es gibt aber durchaus entscheidende Unterschiede. In einem Weintemperierschrank bzw. Weinkühlschrank wird vor allem Wein zur Verkostung in der näheren Zukunft gelagert. Wie sein Name schon vermuten lässt, soll er den Wein vor allem bei der idealen Trinktemperatur parat halten. Ein Weinlagerschrank bzw. Weinklimaschrank hingegen sollte einen Wein wirklich über Jahre bei wirklich hervorragenden Bedingungen lagern können und sind damit die technische Alternative zu einem „Weinkeller“. Dazu gehören dann zum Beispiel eine konstante hohe Luftqualität und Frischluftzufuhr, Aktivkohlefilter und das Vermeiden von Vibrationen. Funktionen die ein Weinkühlschrank durchaus auch bieten kann, aber nicht auf diesem Niveau.

Temperaturzonen

Die zu lagernden Weinsorten spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des Weinkühlschrankes. Weiß- und Rotweine werden idealerweise bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert – Weißwein wird ein paar Grad kühler als Rotwein gelagert. Während Weißwein idealerweise bei Temperaturen von 11° und 14° Celsius gelagert werden sollte, reicht für Rotwein schon eine Lagertemperatur von 15 bis 18 Grad Celsius. Rosé sollte mit 7 bis 12 Grad Celsius noch einmal kälter als Weißweine gelagert werden und ganz am unterem Ende finden sich Schaumweine sowie Champagner mit einer Lagertemperatur von nur 5 bis 7 Grad Celsius.

Wer also Weiß- und Rotweine in einem Schrank lagern möchte, sollte sich einen Weintemperierschrank mit zwei Temperaturzonen leisten. Zu beachten ist außerdem, dass vor allem günstigere Weinkühlschränke meist mit nur einer Temperaturzone ausgestattet sind. Diese erreichen oft die idealen Kühltemperaturen für Weißweine überhaupt nicht.

Weiterführende Informationen zur Auswahl: Eine oder zwei Temperaturzonen?

Mit Hilfe der folgenden Übersichten finden sie schnell die besten Weinkühlschränke mit 1, 2 oder sogar 3 Temperaturzonen:


Belüftung & Luftfeuchtigkeit

Luftzirkulation und damit Frischluftzufuhr sollte ein Weinkühlschrank ebenfalls bieten. Im Idealfall kommt hier noch ein Aktivkohlefilter zum Einsatz. Dieser filtert die Gerüche aus der Luft und verhindert damit, dass die Weine durch diesen im Geschmack negativ beeinträchtigt werden.

Insbesondere bei Weinen mit Naturkorken spielt die Luftfeuchtigkeit eine Rolle. Damit Naturkorken nicht beginnen zu schrumpfen braucht es einer gewissen Luftfeuchtigkeit. Diese sollte zwischen 50 und 80 Prozent liegen. Schrumpft der Naturkorken in Folge einer zu geringen Luftfeuchtigkeit, so gelant mehr Sauerstoff an den Wein. Dies hat dann auf Dauer die Folge, dass der Wein süßer wird und schlußendlich verdirbt. Von Bedeutung ist dieser Punkt allerdings nur bei Naturkorken und das auch nur bei längerer Lagerung.

Vibrationen

Auch Vibrationen gilt es möglichst zu vermeiden. Diese wirken sich wie jede Art von Bewegung negativ auf den Reifeprozess des Weines aus. Das beginnt bei einem sicherem Stand, der durch verstellbare Füße auch bei einfachen Geräten in der Regel unproblematisch ist. Insbesondere Weinlagerschränke für die langfristige Lagerung von Wein sollten wenig Vibrationen aufweisen. Dazu gehört eine laufruhige Kühlung.

Licht

Licht bzw. UV-Licht ist schädlich für das Aroma des Weines. Dem kommen heutige Weinkühlschränke nicht unbedingt optimal entgegen. Einerseits sind sie mit einem Innenraumlicht ausgestattet und andererseits gibt es kaum noch Weinkühlschränke ohne Glastür. Ganz so dramatisch ist es allerdings nicht. Beim Licht wird heute meist LED eingesetzt. Dieses hat eine geringe Wärmeabstrahlung und gibt keine UV-Strahlen ab. Gute Glastüren sind nicht nur gut isoliert, sondern haben zusätzlich auch noch einen UV-Filter. In der Regel werden Weine nicht über Jahre im Weinkühlschrank gelagert, sondern mit Blick auf einen Genuß in der näheren Zukunft. Da kann man diesen Punkt getrost ignorieren und sich am Design und Lichtspiel erfreuen.

Wer seinen Wein wirklich über einen sehr langen Zeitraum einlagern möchte, sollte aber möglichst einen Aufstellort ohne Sonneneinstrahlung auswählen – zum Beispiel im Keller.

Platzbedarf

Grundsätzlich spielt natürlich die Menge der gelagerten Flaschen die größte Rolle beim Platzbedarf. Für den Gastronomiebedarf oder Weinliebhaber gibt es zum Teil Weinkühlschränke mit sehr viel Platzangebot. In großen Schränken können über 200 – selten sogar über 300 – Flaschen gelagert werden. Demgegenüber gibt es am unterem Größenende Klimaschränke mit einem Volumen von nur 10 bis 20 Flaschen. Die Wahl hängt hier also von den zu kühlenden Flaschen sowie dem Platzangebot am Aufstellort ab. Das heutige Angebot macht es dem Käufer hier etwas einfacher. Es gibt sowohl Weinkühlschränke die eher in die Breite und weniger in die Höhe gehen, als auch den umgekehrten Fall von besonders schmalen Weinkühlschränken.

Es macht in jedem Fall Sinn sich vor dem Kauf kritisch zu fragen, wie viele Flaschen man wirklich lagern wird. Der Stromverbrauch eines Kühlschrankes ist hoch. Ungenutzter Platz muss aber natürlich trotzdem immer mitgekühlt werden.

Mit Hilfe der folgenden Übersichten finden sie schnell die besten Weinkühlschränke für ihren Platzbedarf:


Optik & Design

Je nach Platzierung des Weinkühlschrankes spielt die Optik natürlich eine mal mehr oder weniger große Rolle. Wer seinen Weinkühlschrank im Keller oder Abstellraum stehen hat, wird seine Ansprüche hier wahrscheinlich zurückschrauben. In der Küche, Wohnzimmer oder Hotels und Restaurants hat man da aber wiederum ganz andere und zum Teil auch hohe Ansprüche an das Design. Schwarz und silber sowie Edelstahl sind die dominierenden Elemente. Die meisten Geräte verfügen außerdem über eine Glastür. Für die Optik spielt also auch der Innenraum eine große Rolle. Neben einem zuschaltbarem Licht sind hier vor allem die verwendeten Regale von Interesse. Insbesondere Holzregale können hier für ein kleines optisches Highlight sorgen.

Energieverbrauch

Wie normale Kühlschränke verbrauchen natürlich auch Weinkühlschränke nicht eine unerhebliche Menge Energie. Auch hier sollte man ein wenig auf die Energieeffizienzklasse des Gerätes achten. Die Energieeffienz-Skala startet mit A für die höchste Effizienz und geht runter bis G. Die höchstmögliche Einstufung stellt A+++ dar, gefolgt von A++ und A+. Erst dann folgt die Einstufung A. Unterhalb von A folgen dann die Buchstaben B bis G ohne weitere Einstufen mit Pluszeichen. Die Hersteller geben außerdem immer den Jahresverbrauch in Kilowattstunden (kWh) an. Das sind allerdings nur Normwerte. Der Energieverbrauch kann je nach Aufstellort variieren. In einer kühleren Umgebung ist natürlich auch ein Kühlschrank weniger gefordert.

Auf das Thema Energieverbauch gehen wir in einem weiterem Beitrag noch näher ein: Weinkühlschränke – Energieeffizienzklassen A+++ bis G und die Energieverbrauchskennzeichnung.

Eine Übersicht mit Weinkühlschränken ab Energieeffizienzklasse A findet sich an dieser Stelle.

Lärmentwicklung

Ein weiterer Punkt kann der erzeugte Lärm bei der Kühlung sein. Je nach Positionierung des Gerätes kann dies natürlich eine wichtige Rolle spielen. In der Regel sollte es zu jedem Gerät eine offizielle Angabe des Herstellers in Dezibel (dB) geben. Das fordern heute schon die gesetzlichen Anforderungen. Ganz ohne Geräuschentwicklung kommt aber auch der beste Weinkühlschrank nicht aus. Es gibt aber durchaus einige sehr laufruhige Modelle, die sich viele heute ins Wohnzimmer oder die Küche stellen. Wer das Gerät hingegen im Keller austellen möchte, kann bei diesem Punkt sicherlich ein Auge zudrücken.

Preis und laufende Kosten

Die günstigsten und entsprechend auch einfachsten Weinkühlschränke gibt es schon für unter 100 Euro. Nach oben hin ist dann allerdings viel Luft und wer das Budget hat, kann auch über 1.000 Euro ausgeben. Nicht ganz aus dem Blick lassen sollte man dabei allerdings auch die laufenden Kosten. Wir haben oben bereits den Energieverbrauch angesprochen. Da zu jedem Weinkühlschrank auch eine Angabe zum ungefährem jährlichem Energieverbrauch bekannt ist, kann man hier eine schnelle Rechnung mit dem aktuellem kwH-Preis machen. 50 Euro Stromkosten dürften hier auch bei kleineren Geräten schnell erreicht werden. Es kann sich oft also lohnen etwas mehr für ein stromsparendes Gerät auszugeben.

Fazit

Es gibt also eine ganze Reihe von Punkten die man bei der Auswahl eines Weinkühlschrankes zu beachten hat oder zumindest beachten kann. Am Ende wird man dabei meistens den ein oder andere Kompromiss eingehen und seine eigenen Prioritäten setzen.